Beratungskonzept

1. Systemisches Selbstverständnis
Meine Arbeit basiert auf einem systemischen Selbstverständnis: Menschen stehen miteinander in Beziehungen. Das Verhalten des einen wirkt sich auf das Verhalten des andern aus. Um sich dies vorstellen zu können, hilft das Bild eines Mobiles. Bewege ich das Mobile irgendwo, kommt das ganze Mobile in Bewegung.

Was heisst dies für die Beratung? Das bedeutet, dass Individuen nicht isoliert, sondern in der wechselseitigen Beziehung zu anderen Systemen, wie Familie, Partnerschaft, Berufsleben etc. betrachtet werden. Dabei geht es um folgende Fragen: Was löst mein Verhalten bei den andern aus? Wo kann ich etwas ändern? Welche Auswirkungen können die Veränderungen für mich und für mein Umfeld haben? Welches Verhalten bietet die beste Entwicklungsmöglichkeit für mich und/ oder für die Partnerschaft? Welches sind die Chancen und Ressourcen?

2. Vorgehen
Als erster Schritt einer Beratung findet eine Auftragsklärung statt. Es geht dabei um die Frage, welche Ziele und Erwartungen in Bezug auf die Beratung vorhanden sind.
Ich frage nach Lösungsversuchen und entwickle gemeinsam mit den Ratsuchenden neue Lösungsmöglichkeiten.

3. Haltung
Meine Haltung ist kompetenzorientiert: Ich betrachte die Klientinnen und Klienten als kompetent in Bezug auf ihre Situation. Sie wissen am besten, wo der Schuh drückt und was sie brauchen. Es geht darum, in Form einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit Wege zu finden.

Wichtig ist für mich, dass die Klientinnen und Klienten veränderungsbereit sind. Veränderungen können Ängste auslösen, da vielleicht auf Grund der Beratung neue, unbekannte Wege beschritten werden.

4. Anwesenheit
Nach Möglichkeit arbeite ich mit denjenigen Personen, die betroffen und an einer Lösung interessiert sind. Je nach Situation werden Angehörige einbezogen.

5. Vernetzung
Bei Bedarf gebe ich Informationen über das Vorgehen bei Trennung und Scheidung und weise in diesem Zusammenhang auf weitere Fachstellen, die beratend zur Seite stehen können, hin. Zudem kann ich über Unterstützungsmöglichkeiten im juristischen, ökonomischen, medizinischen und psychiatrisch-psychotherapeutischen Bereich informieren.